Studium nochmal von vorne anfangen

Dieses Thema "ᐅ Studium nochmal von vorne anfangen - Allgemeines Forum für Jurastudenten" im Forum "Allgemeines Forum für Jurastudenten" wurde erstellt von jura_neustart, 27. September 2018.

  1. jura_neustart

    jura_neustart Neues Mitglied 27.09.2018, 12:39

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    Studium nochmal von vorne anfangen

    Hi,
    ich befinde mich in einer etwas ungewöhnlichen Situation:
    - vor 2 Jahren Jurastudium begonnen
    - nach der erste Woche so gut wie nur noch zu den Klausuren an der Uni gewesen, keine Kommilitonen kennengelernt etc
    - aus den ersten 3 Semestern alle Klausuren mitgeschrieben, im 4. Semester gar keine

    Fragt mich nicht, warum das so lief. Ich weiß es selber nicht so genau. :D Ich habe in der Zeit viele andere Sachen gemacht, vor allem gearbeitet und vieles ausprobiert. Meine Noten waren (vor allem in Anbetracht des geringen Zeitaufwands) ganz gut. Nach dem 3. Semester habe ich ein Praktikum gemacht und es hat mir eigentlich gut gefallen.

    Irgendwie würde ich vieles geben, um die Zeit um 2 Jahre zurückdrehen zu können - aus "Karriere- bzw Studiensicht", aber vor allem auch einfach für mich. Ich habe ja nur für die Klausuren gelernt und wohl fast alles wieder vergessen. Wenn ich Jura also wirklich machen will, müsste ich eh mindestens 1-1,5 Jahre dranhängen, sprich: fast nochmal ganz von vorne anfangen.
    Aber worum es mir noch viiiel mehr geht: ich kenne niemanden aus meinem Jahrgang (der ja nun sowieso nicht mehr mein Jahrgang ist, nachdem ich im letzten Semester keine Klausuren geschrieben hab) und hatte nie ein Studentenleben. Klar, ich könnte all das weiterhin ignorieren, meine Klausuren aus dem 4. Semester jetzt wiederholen und eben nur die Zeit dranhängen, die ich nach meiner Einschätzung brauche, um gut aufs Examen vorbereitet zu sein. Aber ich habe gemerkt, dass genau diese Einstellung mich unfassbar unglücklich gemacht hat. Ich habe einen besten Freund, für den ich auch wirklich sehr dankbar bin, auch weil ich weiß, dass es sehr selten ist, einen so guten Freund zu haben. Aber es ist halt auch mein einziger wirklicher Freund.

    Vielleicht sehe ich das Studentenleben auch zu romantisch, aber ich bin mir sehr sicher, dass die Ersti-Zeit prägend sein kann, für das Sozialleben der folgenden Jahre. Man kann sicher zB durch Hobbys Leute mit gleichen Interessen kennenlernen, aber im Studium sieht man sich jahrelang regelmäßig und arbeitet quasi an einem gemeinsamen Ziel.
    So einfach wird es nie wieder, neue Leute kennenzulernen - vor allem in einem Studium wie Jura, wo es (zumindest an meiner Uni) sehr viele Erstis und daher auch viele verschiedene Leute gibt.

    Jetzt, wo ich das zum ersten mal schriftlich formuliere, merke ich, dass das wohl einer meiner Hauptgründe dafür ist, nochmal von vorne anfangen zu wollen.
    Aber es ist definitiv nicht der einzige. Der zweitwichtigste Grund ist wohl, dass ich -wie gesagt- sowieso 1-2 Jahre "länger" studieren müsste, weil ich die letzten beiden Jahren auf keinen Fall zu den 4 Jahren "Examensvorbereitung" zählen will.

    Dazu kommt, dass ich gerne auch mal die anderen Erfahrungen, die man als Student machen kann, mitnehmen will: Auslandssemester, Moot Court, Mitarbeit in Fachschaft/ELSA/oä

    Mein Plan wäre jetzt, einfach so zu tun, als würde ich jetzt ganz normal mit dem Studium anfangen. Also:
    - zur Ersti-Woche gehen, alles normal mitmachen (bei sowas wie Einteilung in Kleingruppen muss ich eben vorher fragen, ob es möglich ist, da auch dabei zu sein)
    - eventuell 1-2 der Klausuren, die ich im 4. Semester ausgelassen hab, jetzt nachholen
    - meinen neuen Kommilitonen halt sagen, dass ich erst ab dem 4. Semester normal die Klausuren mitschreibe (die Wahrheit eben..)
    - normal zu den Vorlesungen, Übungen, Tutorien gehen

    Meine Bedenken:- Könnte sich schon leicht komisch anfühlen, weil ich ja nicht wirklich Studienanfänger bin. Allerdings habe ich bis aufs Klausuren-schreiben bisher ja wirklich nichts gemacht.
    - Längere Studiendauer: ein bisschen länger zu brauchen ist bei Jura ja ok, sofern die Examina ordentlich sind, aber: 2 Jahre? Aber selbst wenn ich jetzt einfach weitermache, müsste ich ja mindestens 1 Jahr für die "Wiederholung" des bisher Gelernten einplanen. Ob es dann den Braten fett macht, nochmal ganz von vorne anzufangen?


    Was sagt ihr dazu?
     
    #1
  2. Silux

    Silux V.I.P. 10.10.2018, 16:31

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    AW: Studium nochmal von vorne anfangen

    Moin auch,

    Liegt nahe, ja. Zumal es inzwischen vermutlich - ohne deine Klausurergebnisse in Abrede stellen zu wollen - vermutlich insbesondere an Grundlagen und Systemverständnis fehlt (bzw. Grundlagen zum Systemverständnis, das in den ersten Semestern ohnehin kaum umfassend zu erlangen ist). Daher wird irgendwo ein "Mehr" an Lernaufwand anfallen.
    Wenn dich das Studium (so) unglücklich macht, dann ist eine Änderung eine gute Idee. Das Jurastudium bietet dir viele Freiheiten (und damit Chancen, sich zu verlieren, quod erat...). Aber wenn Du dich unglücklich in eine Examensvorbereitung schleifst, kann das eine sehr undankbare Zeit werden. Erfahrungsgemäß ist Lernen in Arbeits-/Kleingruppen auch für viele Menschen effektiver als allein im Kämmerchen zu hocken. Und wenn Du nicht gerade Anschluss über ein Repetitiorium in Betracht ziehst, ist die Idee, sich bei den Kommilitonen umzuschauen, naheliegend!
    Jo.
    Das solltest Du auf jeden Fall tun. Es gibt Kontext, vermittelt wichtige (soziale, aber auch rechtliche) Fähigkeiten, zeigt Interessen auf, etc. Zumindest Moot Courts und ELSA/FSR lege ich Dir dringend ans Herz (da mit dem geringsten Zeitaufwand verbunden und relativ frei skalierbar).
    Guter Plan.
    (Hervorhebung durch mich)
    Du planst aber schon, die Klausuren ab Semester 1 trotzdem noch einmal zu schreiben? Ansonsten ist einerseits das gemeinsame Lernen und Arbeiten natürlich eine Farce und, hands down, Du sparst dadurch vermutlich keinen Lernaufwand ein. Besser jetzt, mit Vorwissen aber ohne Überlegenheitsgefühle, noch einmal anfangen, anstatt sich eine Peergroup aufzubauen und anderthalb Jahre zu warten, dass sie "Deinen Stand" (formal) erreichen (und praktisch ggf. überflügeln).

    Die Studiendauer sagt herzlich wenig aus. Ein Studium deutlich über der Regelstudienzeit ist nicht selten und ergibt sich oft schon daraus, dass andere Dinge (Ausland, Ehrenamt, Selbstverwaltung, etc.) gemacht wurden, die nachgefragte Fähigkeiten vermittelt haben.
    Aus eigener Erfahrung kann ich eine gute Handvoll Kollegenen in Ministerien, bei Gerichten und in der Anwaltschaft (Angestellte sowie Inhaber mittelständischer Kanzleien) benennen, die sich das eine oder andere Jahr "Mehr" gegönnt haben. Geschadet hat es keinem davon.
     
    #2
  3. Azalee

    Azalee V.I.P. 10.10.2018, 17:22

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    AW: Studium nochmal von vorne anfangen

    Ist das denn rechtlich möglich? "Bestandene" Semester und bereits absolvierte Klausuren ein zweites mal zu durchlaufen? Was sagt den die Studien- und Prüfungsordnung dazu?
     
    #3
  4. Silux

    Silux V.I.P. 10.10.2018, 17:27

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    AW: Studium nochmal von vorne anfangen

    Es laufen fröhlich die Semesterzahlen weiter, aber das ist bei Rechtswissenschaften denkbar irrelevant. Es gibt eine Zwischenprüfung die i.a.R. zum Ende des 4. Fachsemesters bestanden sein muss um eine Exmatrikulation (und das endgültige Nichtbestehen des rechtswissenschaftlichen Studiums) zu verhindern.
    Das hingegen ist überhaupt kein Problem: Klausuren können an allen juristischen Fakultäten zu denen ich Erfahrungswerte von Kollegen habe (25+) zur Notenverbesserung unbegrenzt oft wiederholt werden. Eine Höchstzahl an Versuchen ist dem rechtswissenschaftlichen Studium, mit Ausnahme des Staatsexamens, fremd.
     
    #4
  5. ElJogi

    ElJogi V.I.P. 10.10.2018, 18:24

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    AW: Studium nochmal von vorne anfangen

    Trotzdem ein bisschen befremdlich.
    Erst vertrödelt man seinen Start ins Studium weil man so viel ausprobieren wollte, und für einen zweiten Versuch hofft man auf ein schönes Studentenleben.

    Vielleicht bringt es ja etwas Klarheit im Kopf, wenn man das mit denen bespricht, die den Affentanz bezahlen dürfen. Z.b. Eltern.

    Bummelstudenten kosten eine Unsumme Geld.
    Vielleicht kann man sich wenigstens beim zweiten Anlauf auf das Ziel konzentrieren, und den konsequenten Weg dahin. Und nicht auf den Firlefanz drumrum.
    Dann fühlt man sich auch nicht mehr unglücklich. Erfolg macht glücklich.
     
    #5
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