Sofortiger Beginn Ernährungsberatung trotz Widerrufsrecht?

Dieses Thema "ᐅ Sofortiger Beginn Ernährungsberatung trotz Widerrufsrecht? - Internetrecht" im Forum "Internetrecht" wurde erstellt von MLedermann, 11. Oktober 2018.

  1. MLedermann

    MLedermann Boardneuling 11.10.2018, 11:35

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    Sofortiger Beginn Ernährungsberatung trotz Widerrufsrecht?

    Hallo,
    angenommen eine Ernährungsberaterin würde eine Online Beratung anbieten. Hierfür müsste sie, da es online ist, eine 14-tägige Widerrufsfrist einräumen. Das hieße aber, dass sich theoretisch ein Kunde am dritten Tag beraten lassen könnte ausführlich und am achten Tag von seinem Widerrufsrecht Gebrauch machen könnte. Dies wäre natürlich nicht im Interesse der Ernährungsberaterin, da dann ihre ganze Arbeit mit dem Gespräch, der Nährstoffanalyse etc umsonst gewesen wäre und sie keinen Cent sehen würde. Könnte es die Beraterin so machen, dass sie den Kunden praktisch wie in einem Shop die Dienstleistung kaufen lässt und dazu zuschreibt, dass wenn die Ernährungsberatung sofort beginnen soll, dass der Kunde auf sein Widerrufsrecht verzichten werde? Wäre dies theoretisch zulässig? Herzlichen Dank für Ihre Antworten. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass die Kunden bereit werden 14 Tage auf die Ernährungsberatung zu warten. Vielen Dank! Viele Grüße Martina
     
    #1
  2. cherokee

    cherokee V.I.P. 11.10.2018, 11:44

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    AW: Sofortiger Beginn Ernährungsberatung trotz Widerrufsrecht?

    Erbrachte Leistungen müssen natürlich vom Kunden auch vergütet werden, das sollte man in seine AGB zusätzlich mit aufnehmen.
     
    #2
  3. once

    once V.I.P. 11.10.2018, 19:27

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    AW: Sofortiger Beginn Ernährungsberatung trotz Widerrufsrecht?

    Diese Regelung würde verbrauchernachteilig von den Fernabsatz-Verbraucherschutzvorschriften abweichen, und wäre deshalb unwirksam:

    § 356 BGB:

    "Das Widerrufsrecht erlischt bei einem Vertrag zur Erbringung von Dienstleistungen auch dann, wenn der Unternehmer die Dienstleistung vollständig erbracht hat und mit der Ausführung der Dienstleistung erst begonnen hat, nachdem der Verbraucher dazu seine ausdrückliche Zustimmung gegeben hat und gleichzeitig seine Kenntnis davon bestätigt hat, dass er sein Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung durch den Unternehmer verliert."

    Wenn nun vereinbart würde, daß das Widerrufsrecht bereits schon dann erlöschen soll, wenn vor Ende der Widerrufsfrist mit Zustimmung des Verbrauchers lediglich mit der Ausführung begonnen wurde ( ohne daß die Dienstleistung vollständig erbracht zu sein bräuchte ), dann wäre dies gegenüber der Gesetzeslage ein Nachteil für den Verbraucher.

    Nach dem Widerruf eines Fernabsatz-Vertrags über eine Dienstleistung schuldet der Verbraucher "Wertersatz für die bis zum Widerruf erbrachte Leistung"; "Bei der Berechnung des Wertersatzes ist der vereinbarte Gesamtpreis zu Grunde zu legen", § 357 BGB. Der Wertersatzanspruch des Verkäufers besteht allerdings nur, wenn der Verbraucher darüber in der gesetzlich vorgeschriebenen Weise über diese Folge einer Widerrufs-Ausübung informiert wurde. ( Und neben der Information über die FOLGEN der Ausübung des Widerrufsrechts muß selbstverständlich auch über das Bestehen, die Bedingungen und die Ausübung des Widerrufsrechts ordnungsgemäß informiert werden! )

    11
     
    #3
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