Kreditkartenbetrug

Dieses Thema "ᐅ Kreditkartenbetrug - Bankrecht" im Forum "Bankrecht" wurde erstellt von wotansmdd, 12. Juli 2018.

  1. wotansmdd

    wotansmdd Neues Mitglied 12.07.2018, 18:06

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    Kreditkartenbetrug

    Hallo liebe Gemeinde,


    mal angenommen Person X hat eine Kreditkarte bei der Bank Y. Eines Tages schaut er auf sein Konto und stellt dort Abbuchungen in Höhe von 1600,00€ fest. Diese hat aber Person X nie getätigt. Diese wurden mit einem PIN getätigt. Person x hat aber seine Kreditkarte nie aus der Hand gegeben. Niemand anderes außer Person X war im Besitz dieser Karte.

    Person X versucht natürlich erstmal über den allgemeinen Sperrnotruf der Bank seine Kreditkarte zu sperren (es ist Sonntag 21Uhr bei Person X). Der Sperrnotruf teilt aber Person X mit, dass die Bank Y nicht am Programm des Sperrufes teilnimmt.


    Also wartet Person X auf Montag und Sperrt die Karte telefonisch bei der Bank Y. Er schildert den Vorfall und Ihm wird geraten zur Polizei zu gehen.


    Person X erstattet also Anzeige bei der Polizei.

    Die Polizei teilt Ihm mit das das Geld in einem Land Z abgehoben wurde und das die Ermittlungen in dieses Land so gut wie unmöglich ist.


    Wie also zu erwarten stellt die Staatanwaltschaft die Ermittlungen ein, da der Täter unbekannt ist.


    Kurz darauf erhält Person X einen Brief von seiner Bank Y.


    Diese teilte Person X mit, dass Sie leider die beanstanden Verfügungen nicht entlasten können.


    Begründung wäre folgende: Angesicht s der mitgeteilten Umstände muss Bank Y davon ausgehen, dass Person X die Karte erhalten, aber nicht so aufbewahrt haben, dass unbefugte Dritte keinen Zugriff haben. Somit hat Person X Ihre Sorgfaltspflichten verletzt. Bank Y verweist hierzu auf § 675I Satz 1 BGB sowie ergänzend auf die besonderen Regeln für die Nutzung der Kreditkarte, die Person X den Vertragsbedingungen entnehmen könnte. Infolge dessen greifen die vom Bundesgerichtshof aufgestellten Grundsätze für eine zivilrechtliche Haftung (vgl. BGH, Urt. v. 05.10.2004, AZ XI ZR 210/03; bestätigt zuletzt durch BGH, Urt. v. 2.11.2011, XI ZR 370/10), so dass Bank Y Anspruch auf Ersatz des Schadens nach §§ 675v Abs. 2 Nr. 1, 675I BGB haben.




    Person X wird hier doch willkürlich von der Bank Y unterstellt, dass er dir Kreditkarte weitergegeben hätte ohne jegliche Beweise?


    Sollte hier nicht zu Gunsten der Person X entschieden werden bzgl. BGB § 675u?


    Wie kann sich Person X gegen die Anschuldigungen von Person Y wehren?


    Kann hier nur ein Erfolg durch einen Rechtsanwalt zu Gunst Person X erreicht werden?


    Wer trägt die Kosten des Anwaltes für Person X, er hat ja schließlich sich völlig korrekt verhalten?
     
    #1
  2. mayerei

    mayerei V.I.P. 12.07.2018, 18:10

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    AW: Kreditkartenbetrug

    OT: Bank wechseln. Sofort. Ich hatte innerhalb eines Jahres zweimal das Problem und es wurde ohne Probleme in meinem Sinne gelöst.
     
    #2
  3. wotansmdd

    wotansmdd Neues Mitglied 12.07.2018, 18:11

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    AW: Kreditkartenbetrug

    Person X hat natürlich sofort alle Verträge bei Bank Y gekündigt. Leider hat dies keine lösung für den Sachverhalt ergeben.
     
    #3
  4. hera

    hera V.I.P. 19.07.2018, 15:14

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  5. paulineJ

    paulineJ Senior Mitglied 23.07.2018, 13:36

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    AW: Kreditkartenbetrug

    Die Daten von Kreditkarten können unberechtigt von Vertragspartnern der Bank weitergegeben worden sein. Das kann man nicht feststellen.

    Ich hatte einen solchen Fall mit einer unberechtigten Belastung von knapp 2500€ aus Ländern wo ich nie gewesen bin. Meine Bank hat das nicht abgebucht und ich habe das Kartenlimit reduziert.

    Einige Monate später meldete sich eine Firma, die offenbar auf privater Basis derartige Schäden der Bank aufspürt und verfolgt.

    Ich denke, wenn der bisherige Zahlungsverlauf, eine solche Belastung nicht vermuten läßt, wird die Bank bei der Hilfe eines Anwaltes nachgeben. Aber manche Banken sind sehr schwierig.

    .
     
    #5
  6. Ce'Nedra

    Ce'Nedra Aktives Mitglied 27.07.2018, 12:27

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    AW: Kreditkartenbetrug


    Grundsätzlich besteht ein Beweis des ersten Anscheins dahingehend, dass der Karteninhaber pflichtwidrig seine PIN und die Karte nicht sorgfältig aufbewahrt hat. Karteninhaber muss nachweisen dass die Karte und PIN sorgfältig aufbewahrt wurden und daher ein Missbrauch nicht möglich war.

    Dieser Beweis des ersten Anscheins besteht jedoch nur, wenn tatsächlich die Originalkarte verwendet wurde (das sagt das Urteil des BGH vom 02.11.2011 nämlich tatsächlich aus und nicht so, wie die Bank das gerne hätte).

    Nach § 675w Satz 1 BGB hat die Bank nachzuweisen, dass eine Authentifizierung erfolgt ist, der Zahlungsvorgang ordnungsgemäß aufgezeichnet wurde und nicht durch eine Störung beeinträchtigt wurde.

    Eine Authentifizierung ist grundsätzlich erfolgt, wenn die Nutzung eines bestimmten Zahlungsauthentifizierungsinstruments (ZAI) nebst personalisierter Sicherheitsmerkmale überprüft wurde. Ein solches ZAI kann etwa die Kreditkarte (Original) sein, in Verbindung mit der PIN.

    Daher ist hier zunächst die Bank in der Nachweispflicht, dass überhaupt die Originalkarte mit Original-PIN verwendet wurde.

    Wenn sie das natürlich nachweisen kann, wirds schwierig.

    Ohne Anwalt wird das aber sowieso nix, weil die Bank Person X dann nicht ernst nimmt, also schleunigst zum Anwalt, der kann das richtig begründen.
     
    #6
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