Internetprovider liefert nicht, will aber trotzdem Geld

Dieses Thema "ᐅ Internetprovider liefert nicht, will aber trotzdem Geld - Computerrecht / EDV-Recht" im Forum "Computerrecht / EDV-Recht" wurde erstellt von The_Expanse, 12. Oktober 2018 um 09:27 Uhr.

  1. The_Expanse

    The_Expanse Neues Mitglied 12.10.2018, 09:27

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    Internetprovider liefert nicht, will aber trotzdem Geld

    Hallo zusammen,



    folgender fiktiver Fall liegt vor: Herr X zieht um und vereinbart ca. 6 Wochen vor Umzug mit seinem langjährigen Provider einen Vertrag für seine neue Wohnung. Vertragsinhalt sind ein Internetanschluss und ein Router. Ab dann geht so ziemlich alles schief. Router wird vor Umzug an die neue Adresse geliefert. Dort wohnt zu der Zeit niemand, Router wird retourniert. Herr X erfährt von diesem Zustellversuch erst später. Nach dem Umzug erscheint der Techniker zur Freischaltung des Anschlusses nicht zum vereinbarten Termin. Herr X versucht telefonisch den Provider für Ersatztermin zu erreichen. Provider bietet unter diversen Servicenummern nur Sprachcomputer an, mit denen er dieses Anliegen nicht diskutieren kann. Herr X versucht wortwörtlich stundenlang jemanden zu erreichen, vergeblich. Der Provider meldet sich auch nicht, weder schriftlich noch telefonisch.

    Zwei Wochen gehen ins Land und Herr X hat an seinem neuen Wohnsitz immer noch keinen Internetanschluss. Da Herr X diesen auch beruflich benötigt, zieht er die Reißleine, kündigt den Vertrag schriftlich und beauftragt einen anderen Provider. Dieser liefert zügig. Der alte Provider bucht weiter vom Konto per Lastschrift ab. Herr X gibt Lastschrift zurück. Provider schickt Zahlungserinnerungen und Mahnungen. Auf diesen ist eine Telefonnummer angegeben. Herr X ruft dort an, hängt fast eine Stunde in der Warteschleife und bekommt dann einen Mitarbeiter der internen Inkassoabteilung an den Apparat. Dieser behauptet, es läge keine Kündigung von Herrn X vor und man beharre auf der Forderung. Das Gespräch eskaliert und wird in der Folge seitens des Mitarbeiters abgebrochen.

    Wenige Tage später erhält Herr X Post von einem externen Inkassounternehmen. Die Rechnungssumme ist jetzt nach drei Monaten durch Mahn- und Säumniskosten auf fast 150 Euro aufgebläht. Herr X bestreitet die Forderung. Inkassounternehmen gibt Forderung zurück an Provider. Dieser beauftragt ein weiteres Inkassounternehmen. Dieses will den Fall trotz Bestreiten durchziehen und beantragt derzeit einen gerichtlichen Mahnbescheid. Die Summe ist inzwischen auf über 300 Euro angewachsen. Herr X wartet jetzt auf diesen Bescheid und will dann Widerspruch einlegen. Herr X würde sich über Tipps und Einschätzungen aus dem Forum freuen.
     
    #1
  2. BackInBlack

    BackInBlack Star Mitglied 13.10.2018, 12:36

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    AW: Internetprovider liefert nicht, will aber trotzdem Geld

    Ist die Kündigung nachweisbar? Zumindest der Zugang eines Einschreibens? Was sonst ist belegbar? Ist z. B. belegbar, dass der Service-Techniker garantiert nicht vor Ort war?
     
    #2
  3. The_Expanse

    The_Expanse Neues Mitglied 15.10.2018, 13:28

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    AW: Internetprovider liefert nicht, will aber trotzdem Geld

    Ein kurzes Update:

    Herr X hat jetzt den gerichtlichen Mahnbescheid vorliegen und wird diesem widersprechen. So wie Herr X das versteht, muss er dazu nur ein Kreuz bei "Ich widerspreche dem Anspruch insgesamt" machen. Dann ist der Ball wieder beim Antragssteller. Es wird dann wohl auf einem Prozess hinauslaufen. Hier wäre Herr X für Informationen dankbar, was so ein Prozess mit einem Streitwert von ca. 300EUR kostet.

    Nun nur Frage, ob die Kündigung nachweisbar ist. Leider hat Herr X diese per Standardbrief versendet und kann daher keinen Rückschein als Nachweis vorlegen. Wie das im Streitfall rechtlich zu bewerten ist, weiß er nicht. Alle Schreiben an den Provider und das Inkasso-Unternehmen liegen mit Datum als Kopie, bzw. Datei vor.

    Herr X ist angesichts des kundenfeindlichen und unverschämten Verhaltens des Providers mehr und mehr ungehalten und bereit, das Risiko eines Prozesses auf sich zu nehmen. Nach seinem persönlichen Rechtsempfinden ist das, was der Provider da mit ihm veranstaltet Abzocke am Rande des Betrugs. Leider entspricht das formale Recht oft nicht dem, was wir individuell als Recht oder Unrecht ansehen. Von aher sieht er diesem Konflikt mit gemischten Gefühlen entgegen.
     
    #3
  4. cherokee

    cherokee V.I.P. 15.10.2018, 15:28

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    AW: Internetprovider liefert nicht, will aber trotzdem Geld

    Wenn die Kündigung nicht beweisbar zugestellt wurde, ist es schwierig diese zu beweisen, was dem Provider zuspielt.
     
    #4
  5. BackInBlack

    BackInBlack Star Mitglied 15.10.2018, 19:03

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    AW: Internetprovider liefert nicht, will aber trotzdem Geld

    Ganz einfach: Kunde behauptet, er habe das Kündigungsschreiben abgeschickt. Provider behauptet, dass er nie eine Kündigung bekommen habe. Richter stellt fest, dass kein Beweis vorliegt. Also wird weiter so verfahren, als habe der Kunde nicht gekündigt.

    Frage: Hat der Kunde denn wenigstens später "hilfsweise" gekündigt oder läuft das Vertragsverhältnis noch weiter? Nicht, dass aus den 300 € noch mehr wird.

    Mit Recht, denn er hat schlechte Karten. Am besten wäre wahrscheinlich, wenn X die Angelegenheit maximal publikumswirksam ins Licht rückt, aber selbst dann ...
     
    #5
  6. The_Expanse

    The_Expanse Neues Mitglied 15.10.2018, 19:13

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    AW: Internetprovider liefert nicht, will aber trotzdem Geld

    Erst mal Danke für die Antworten.

    Wenn der Provider behauptet, keine Kündigung erhlten zu haben, dann hat Herr X auch keine Vertragsunterlagen erhalten. :-D

    Scherz beiseite, Knackpunkt ist hier meiner Ansicht nach die nicht erbrachte Vertragsleistung des Providers und die de facto Nichterreichbarkeit des Kundenservices. Für letzteres wurde dieser Provider in 2017 von der Bundesnetzagentur gerügt. Der Vertrag wurde seitens des Providers inzwischen gekündigt. Vollkommen absurd ist die Tatsache, dass mir in den letzten Zahlungserinnerungen damit gedroht wurde, den Internetanschluss, der ja gar nicht existierte, zu sperren.
     
    #6
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