Erwachsenenadoption

Dieses Thema "ᐅ Erwachsenenadoption - Adoptionsrecht" im Forum "Adoptionsrecht" wurde erstellt von DBECK, 31. Mai 2018.

  1. DBECK

    DBECK Boardneuling 31.05.2018, 13:47

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    Erwachsenenadoption

    Geehrte Juristen,

    angenommen der Stiefvater (49) möchte die verheiratete Tochter (31) seiner Frau (51) adoptieren:

    Die Adoption soll der Verbundenheit und Gleichstellung mit den leiblichen Kindern des Stiefvaters dienen, der Stiefvater ist zudem der Taufpate des zweiten Kindes der Stieftochter. Zudem lebt der Stiefvater seit 12 Jahren im Haushalt und ist seit 9 Jahren mit der Mutter verheiratet (nach Hochzeit getrennte Wohnungen).

    Meine Frage hierzu ist, ob diese Adoption ohne Schwierigkeiten erfolgen kann und welche Schritte die Familie unternehmen muss. Zudem würde mich interessieren, ob die Adoption zeitlich abzusehen und wie der finanzielle Rahmen für die Adoption einzuschätzen ist.


    Vielen Dank im Voraus

    dbeck
     
  2. Isetta

    Isetta Senior Mitglied 31.05.2018, 14:50

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    AW: Erwachsenenadoption

    Wichtig ist zu wissen, dass es 2 Formen der Erwachsenenadoption gibt. Einmal die Erwachsenenadoption mit schwacher Wirkung, bei der die rechtliche Bindung zu den leiblichen Eltern nicht erlöscht und das Adoptivkind sozusagen einen zusätzlichen Elternteil dazu bekommt.

    Und dann die Erwachsenenadoption mit Wirkung einer Minderjährigenadoption, bei dem die rechtlichen Bande zwischen dem leiblichen Elternteil und zu etwaigen Halbgeschwistern von diesem Elternteil komplett erlöschen. Das geschieht in der Regel, wenn ein Stiefelternteil die Kinder seines Ehepartners adoptiert.

    Ich kann nur über die Erwachsenenadoption mit starker Wirkung berichten.
    Mein Stiefvater hat mich und meinen Bruder in 2015 adoptiert, nachdem er schon 30 Jahre mit meiner Mutter verheiratet war und wir auch schon so lange als Familie gelebt haben und einfach irgendwann das ganze auch legal bestätigt haben wollten.

    Das Verfahren wird über einen Notar abgewickelt, der den Adoptionsantrag notariell beurkundet. Welche zusätzlichen Unterlagen dafür bei ihrem zuständigen Familiengericht notwendig sind, kann Ihnen der Notar sagen. Dabei handelt es sich im Regelfall um Führungszeugnisse, beglaubigte Abschriften aus dem Geburtenregister, Meldebescheinigungen, Eheurkunden und auch Gesundheitszeugnisse etc. Aber die genaue Liste kann Ihnen wie gesagt ihr Notar geben.

    Zum Notartermin müssen in dem Fall der Stiefvater, die Mutter (da mit Stiefvater verheiratet), die Stieftochter und ihr Ehemann erscheinen, da der Ehemann der Tochter dem Antrag auch zustimmen muss und dies notariell beurkundet werden muss. Das kann in dem Fall sicher in einer Urkunde erfolgen. In meinem Fall wurde es jedoch getrennt beurkundet, da mein Mann und ich im Ausland gelebt haben und mein Mann zu dem Notartermin leider nicht nach Deutschland kommen konnte.

    Im Verfahren werden ebenfalls die Stiefgeschwister angehört, als auch der leibliche Vater der Stieftochter. Dies geschieht in der Regel schriftlich und wurde vom Familiengericht veranlasst. Eine Zustimmung des leiblichen Vaters ist bei einer Erwachsenenadoption nicht notwendig. Jedoch kann der leibliche Vater genau wie die Stiefgeschwister Einwände vorbringen, die dann vom Familiengericht gewürdigt werden.

    Wenn der Antrag beurkundet wurde, wird er an das Familiengericht weitergeleitet, dass dann nach Prüfung der formalen Voraussetzungen einen Termin für eine Anhörung festsetzt, an der sowohl der Annehmende, seine Ehefrau und auch die anzunehmende Person vorgeladen werden.

    Die Anhörung vor dem Familiengericht war in unserem Fall kein großes Thema. Es wurde in erster Linie nochmals nach den Beweggründen gefragt, wie unser Familienverhältnis ist etc. Das muss aber nicht immer so sein.

    Die Notargebühren richten sich nach dem Vermögen des Annehmenden, ob vom Familiengericht noch einmal eine Rechnung kam, kann ich garnicht so genau sagen.

    Zeitlich verging bei uns vom Notartermin bis zur Anhörung ca. 6 Monate, 2 Monate später lag der Adoptionsbeschluss des Familiengerichtes vor. Das hängt sicher auch immer von der Auslastung des Gerichtes ab und hätte bei uns auch schneller gehen können, wenn ich nicht im Ausland gelebt hätte und nicht noch Urlaub des Familienrichters dazwischen gekommen wäre.

    Wichtig ist, dass man sich möglichst gut vorbereitet, also alle Unterlagen mit möglichst schon zum Notartermin mitbringt, um so schneller geht es dann. Also am besten mal den Notar anrufen, sich Liste mit Unterlagen zusenden lassen und dann schonmal Unterlagen besorgen und Notartermin vereinbaren.

    Viel Glück ;)
     
  3. hambre

    hambre V.I.P. 12.06.2018, 18:11

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    AW: Erwachsenenadoption

    Hier kommt aber eine Erwachsenenadoption mit starker Wirkung nicht in Betracht, da die Tochter bereits volljährig war, als der Vater in den Haushalt kam.

    Eine Erwachsenenadoption mit schwacher Wirkung ist jedoch auch einfacher als eine Adoption mit starker Wirkung.
     
  4. Isetta

    Isetta Senior Mitglied 12.06.2018, 20:51

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    AW: Erwachsenenadoption

    Das BGB spricht hier eindeutig von einer Oder-Bedingung.
    Da der Annehmende in dem Fall das Kind seines Ehepartners adoptiert, sollte trotzdem eine Erwachsenenadoption mit starker Wirkung möglich sein.
     
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