Der Architekt und das Veröffentlichungsrecht

Dieses Thema "ᐅ Der Architekt und das Veröffentlichungsrecht - Urheberrecht" im Forum "Urheberrecht" wurde erstellt von imagine-tm, 11. Oktober 2018.

  1. imagine-tm

    imagine-tm Neues Mitglied 11.10.2018, 21:02

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    Der Architekt und das Veröffentlichungsrecht

    Angenommen, ein Fotograf wird beauftragt für eine Baufirma Innenaufnahmen für Referenzzwecke von einem neu errichteten Unigebäude zu machen, dann kann der Architekt dies untersagen, auch wenn der Bauherr genau das erlaubt hat, das Gebäude bezahlt hat und es auch betreibt. So verstehe ich den entsprechenden Paragraphen zum Urheberpersönlichkeitsrecht. Was mich nun interessieren würde, wo liegt denn da in der Praxis die Grenze zwischen Architektur, mit und ohne Anspruch? Also die Grenze zwischen berechtigtem Einwand von Seiten des Architekten und eben zu geringem "schöpferischem" Eigenanteil? Ich freue mich über jede Rückmeldung!
     
    #1
  2. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 13.10.2018, 19:11

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    AW: Der Architekt und das Veröffentlichungsrecht

    Nein, das kann er so einfach nicht.

    Daß der Bauherr bzw. der Eigentümer bzw. Besitzer des Gebäudes das Recht hat, innerhalb seines Gebäudes Foto- oder Filmaufnahmen, Zeichnungen usw. anfertigen zu lassen, ergibt sich zunächst mal aus §31 Abs.5 UrhG, der sog. "Zweckbestimmungsregel".
    Man wird unterstellen, daß ein entsprechendes Nutzungsrecht (ggf. konkludent) eingeräumt wurde, denn sonst könnte der Eigentümer bzw. Besitzer sein Gebäude nicht im üblichen Umfang nutzen.

    Davon abgesehen stellen Innenaufnahmen in einem Gebäude häufig eh keine Vervielfältigung des Bauwerks durch Fotografie dar, sie sind meist eine freie Benutzung im Sinne von §24 UrhG.
    Das kommt dann natürlich aber auf den konkreten Einzelfall an.

    Das oben geschriebene kann auch, keine Frage, im konkreten Einzelfall anders aussehen.

    Davon abgesehen ist das Gebäudeinnere nach Fertigstellung sowieso nicht in dem Zustand, in dem es der Architekt "designt" hat - der konstruiert nämlich einen Rohbau, ohne Tapeten, ohne Mobiliar, ohne sonstige Einrichtung, nicht selten auch ohne Wandverkleidungen usw. Für solche Innenaufnahmen sind eher die Urheberrechte des Innenarchitekten o.ä. von Bedeutung. (Bei einem Treppenhaus mit großer Gestaltungshöhe, das vom Architekten designed wurde, sähe das wieder anders aus.)

    Es kommt also immer auf alle Einzelheiten des konkreten Einzelfalls an.
     
    #2
  3. imagine-tm

    imagine-tm Neues Mitglied 18.10.2018, 09:48

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    AW: Der Architekt und das Veröffentlichungsrecht

    danke für die Einschätzung, ich erkenne, dass es hier auf den Einzelfall ankommt und generelle Aussagen schwierig sind...
     
    #3
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